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Dysmelie

Eine Dysmelie (altgr: dys = schlecht [hier = -anomalie], melos = Glied[maß] [hier = Gliedmaßen-]) ist eine angeborene Fehlbildung eines oder mehrerer Gliedmaßen, also der Arme oder Beine bzw. der Hände, Finger, Füße oder Zehen. Sie wird auch als intrauterine Amputation bezeichnet. Sie entsteht meist durch äußere Einflüsse während der Schwangerschaft und kann durch Ultraschall im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung bereits im Mutterleib erkannt werden. Dysmelie wird nach dem heutigen Stand der Wissenschaft in den meisten Fällen nicht weitervererbt. Die kausalen Einflüsse können Infektionen, Sauerstoffmangel des Embryos oder Folgen des ABS (amniotic band syndrome) sowie Fehlernährung der Schwangeren sein. Andererseits können aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten und Hormonpräparaten Ursachen für eine Dysmelie sein. Gendefekte sind eher selten die Ursache von Fehlbildungen der Gliedmaßen. In den meisten Fällen ist die Ursache der Fehlbildungen noch immer nicht bekannt.Das bekannteste Beispiel ist das Medikament Contergan der Firma Grünenthal, der Wirkstoff Thalidomid, das Ende der 50er auf den Markt kam zur Behandlung von Schlafstörungen und gegen morgendliche Übelkeit bei Schwangeren. Durch Contergan entstand aber in Tausenden von Fällen schwere Dysmelie beim heranwachsenden Kind. Dies führte dazu, dass das Medikament vom Markt genommen werden musste.

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